Haben Sie manchmal Schuldgefühle?
Sicher gibt es keinen Menschen, der in der Vergangenheit nicht schon einmal Fehler begangen hat, etwas Unrechtes getan oder etwas Falsches gesagt und/oder unterlassen hat.
Wenn Sie aber deswegen Schuldgefühle haben, dann hat dies keinerlei Sinn. Denn was ändern diese denn an den vergangenen Fehlern?
Nichts!
Wir können unser früheres Verhalten nicht mehr ändern.
Das einzige, was wir aber tun können, ist aus den Fehlern zu lernen und darauf zu achten, dass wir sie in Zukunft nicht mehr machen. Solange wir uns aber mit Schuldgefühlen quälen, liegt unsere Aufmerksamkeit auf den Fehlern und nicht auf dem, was wir daraus gelernt haben.
Sie wissen ja, wo immer unsere Aufmerksamkeit liegt, das werden wir mehr und mehr in unser Leben ziehen.
Also mein Tipp: Vergiss die alten Fehler!
Ein Fehler kann nicht alle unsere guten Taten zerstören.
Wenn wir einen Fehler machen, dann stellen wir uns und unsere vergangenen Leistungen oft allzu schnell in Frage. Wir tun so, als sei unser Leben eine Serie von Misserfolgen oder dieser Fehler würde alles zu Nichte machen, was wir bis dahin geschaffen haben.
In solchen Momenten ist es für uns sehr wichtig, dass wir uns daran erinnern, was wir schon alles gut gemacht haben - und auf was wir stolz sein können.
Am besten schreibt man sich sogar seine Erfolge auf, damit man sie in solchen Situationen einfach nachlesen kann.
Nur so können wir vermeiden, uns gegenüber ungerecht zu sein. Jeder macht mal einen Fehler. Und Fehler sind ja schließlich dazu da, dass man sie macht und daraus lernt.
Mein Tipp: Notiere deine Erfolge!
Wer von Ihnen hat in seinem Leben immer alles richtig gemacht?
Sicher keiner!
Aber dennoch meinen viele, dass man es immer perfekt und richtig können müsste.
Solch ein Perfektionismus führt oft dazu, dass man sich nichts mehr zu tun wagt, aus Angst, es könnte nicht 100 % richtig werden.
Und wenn wir es - unserer Meinung nach - wirklich richtig gemacht haben, dann gibt es sicherlich eine Reihe von Menschen, die da ganz anderer Meinung sind.
Ob etwas richtig oder falsch ist, ist eben auch immer eine Frage des Standpunktes und der Bewertung.
Bemühen wir uns, alles was wir tun, so gut wie möglich zu tun.
Aber seien wir uns auch darüber im Klaren, dass Fehler vollkommen normal sind.
Gestehen wir uns zu, nicht immer alles richtig zu machen, aber immer und immer besser!
Mein Tipp: Irren ist menschlich!
„Das Interessanteste im Leben eines Menschen sind seine Fehlschläge. Sie beweisen, dass er versucht hat, über sich hinauszuwachsen.“
Wer immer nur im Status quo bleibt, wer also nie auf eine Veränderung hin arbeitet, der wird vermutlich ein sicheres, ruhiges Leben führen.
Aber für viele ist ein solches Leben gar nicht so lebenswert.
Wer Abwechslung, Spannung und Entwicklung in seinem Leben haben will, der muss auch das Risiko eingehen, auch einmal „auf die Nase zu fallen“.
Stillstand ist Rückschritt, und ein Vorwärtskommen ohne Schwierigkeiten gibt es nicht. Zumindest habe ich noch keinen getroffen, dem dies gelungen wäre.
Aber ich habe schon viele erfolgreiche Menschen getroffen, denen gerade diese Schwierigkeiten den besonderen Kick im Leben geben.
Gerade diese Fehlschläge lassen sie wachsen und immer höhere Ziele erreichen.
Nehmen wir uns diese erfolgreichen Menschen doch als Vorbild.
Mein Tipp: Risiko bringt
Vor Kurzem habe ich in einer Fachzeitschrift über die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan folgendes gelesen:
Auch ein Unterschied besteht darin, wenn ein Fehler passiert.
In Japan heißt es: Hurra ein Fehler! Was können wir daraus lernen?
In Deutschland heißt es: Oh Gott, ein Fehler! Wie können wir ihn verbergen?
„Die meisten Fehler sind verzeihlicher als die Mittel, die wir anwenden, um sie zu verbergen.“
Tief verwurzelt in den meisten Menschen ist der Wunsch nach Vollkommenheit. Er führt jedoch dazu, dass wir uns allerlei Techniken überlegen, um unsere Schwächen zu verbergen.
Der Preis, den wir dafür zahlen, ist hoch: Wir entwickeln Ängste und es kostet uns Energie, unsere Fehler geheim zu halten.
Auf Dauer ist es hilfreicher, die Forderung nach Perfektion aufzugeben und sich selbst als fehlerhaften Menschen anzunehmen, der fähig und bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen.
Mein Tipp: Niemand ist vollkommen



